Wer wir sind
Die Africa Basel ist die internationale Kunstmesse für zeitgenössische Kunst, die sich auf Werke aus Afrika und seiner Diaspora spezialisiert. Als Plattform für kreativen Ausdruck und kulturellen Austausch präsentiert die Africa Basel eine breite Palette von Kunstwerken, die die dynamische und facettenreiche Kunstszene des afrikanischen Kontinents widerspiegeln. Die Messe fördert den Dialog zwischen Galerien, Sammlerinnen und Sammlern, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunstbegeisterten und trägt dazu bei, das weltweit wachsende Interesse an afrikanischer Kunst weiter zu stärken. Im Herzen von Basel gelegen und während der Art Basel Woche stattfindend, ist die Africa Basel ein zentraler Treffpunkt, um neue Perspektiven zu erkunden und die reichen künstlerischen Traditionen und Innovationen Afrikas zu feiern.
DER
KURATORISCHE
BEIRAT
Der Kuratorische Beirat prüft und evaluiert alle Bewerbungen für die Africa Basel. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2026 möglich. Interessierte Aussteller:innen wenden sich bitte an: application@africabasel.com
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Raphael Chikukwa ist Executive Director der National Gallery of Zimbabwe. Er ist Kurator mit umfassender institutioneller und internationaler Erfahrung und eine zentrale Persönlichkeit in der Entwicklung und globalen Positionierung zeitgenössischer Kunst aus Zimbabwe.
Er ist der Gründungskurator des Zimbabwe Pavilion an der 54. Biennale von Venedig im Jahr 2011 und kuratierte weitere Ausgaben des Pavillons in den Jahren 2013, 2015, 2017 und 2019. Seine kuratorische Expertise wurde zudem durch seine Tätigkeit als Panelist bei Art Basel Hong Kong sowie als Jurymitglied der Dak’Art – Biennale von Dakar im Senegal anerkannt.
Chikukwa hat zu zahlreichen Publikationen zur zeitgenössischen afrikanischen Kunst beigetragen, darunter Mowonero: Insights in Zimbabwean Contemporary Art, die Kataloge des Zimbabwe Pavilion (Seeing Ourselves, Dudziro, Pixels of Ubuntu/Unhu, Deconstructing Boundaries, Soko Risina Musoro – A Tale Without a Head) sowie Kaboo Ka Muwala: Migration and Mobility. Diese Veröffentlichungen spiegeln sein nachhaltiges Engagement für künstlerischen Diskurs, Mobilität und Selbstrepräsentation wider.
Geboren in Zimbabwe, arbeitete Chikukwa zunächst hauptsächlich als unabhängiger Kurator, bevor er zur National Gallery of Zimbabwe wechselte, wo er von 2010 bis 2020 als Chief Curator of Contemporary Art und später als Deputy Director tätig war. Ein prägender Moment seiner kuratorischen Laufbahn war seine Mitarbeit als freiwilliger Guide bei der 2. Johannesburg Biennale im Jahr 1997.
Neben seiner institutionellen Arbeit war Chikukwa in internationale Forschungs- und Austauschplattformen eingebunden, darunter das von PUMA geförderte Creative Africa Network, das Symposium Curating Africa an der Tate Modern sowie die Art Basel Miami Conversations. Als Chevening Scholar hält er einen MA in Curating Contemporary Design der Kingston University London.
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Iliana Fokianaki ist Direktorin der Kunsthalle Bern und bekleidet diese Position seit 2024. Sie lebt und arbeitet zwischen Bern und Athen und ist Kuratorin, Forscherin und Theoretikerin. Ihre Arbeit untersucht ökologisches Denken und Theorie als Instrumente des Instituierens und der Ausstellungspraxis mit einem Schwerpunkt auf den Schnittstellen von ökologischer und sozialer Gerechtigkeit.
Seit 2020 entwickelt Fokianaki diese Forschung im Rahmen der Plattform The Bureau of Care, in der sie das Konzept der Fürsorge sowie dessen politische und ethische Dimensionen im Verhältnis zu ökologischer und sozialer Gerechtigkeit untersucht. Diese fortlaufende Auseinandersetzung prägt ihre kuratorische Praxis und ihr institutionelles Denken.
Von 2013 bis 2024 war sie Gründerin und Direktorin von State of Concept Athens, wo sie maßgeblich zur Prägung der zeitgenössischen Kunstlandschaft Athens beitrug. In dieser Zeit kuratierte sie Ausstellungen von Künstler:innen wie Laure Prouvost, Sanja Iveković, Forensic Architecture, Kader Attia und Kapwani Kiwanga.
Fokianaki hat Ausstellungen und Projekte für internationale Institutionen wie das Museo Reina Sofía in Madrid, e-flux in New York, die KADIST Foundation, das Kunstinstituut Melly in Rotterdam sowie das Museum of Contemporary Art in Ljubljana kuratiert. Von 2022 bis 2023 war sie Artistic Director von Survival Kit 13, organisiert vom Latvian Centre for Contemporary Art.
Neben ihrer kuratorischen Arbeit hält sie regelmäßig internationale Vorträge, organisiert Diskussionsformate und publiziert umfangreich, darunter regelmäßige Beiträge im e-flux journal. Eine Reihe ihrer Bücher wird 2026 bei Archive Books erscheinen.
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Folakunle Oshun ist Künstler, Kurator und Kulturproduzent mit Sitz in Nigeria. Er ist Gründer und Artistic Director der Lagos Biennial, einer Plattform für kritische künstlerische Praxis, Dialog und Experimentieren in zeitgenössischen afrikanischen und globalen Kontexten.
Seine Arbeit bewegt sich zwischen kuratorischer Praxis, Forschung und künstlerischer Produktion und konzentriert sich auf alternative Ausstellungsformate und öffentliche Teilhabe. Mit der Lagos Biennial hat Oshun ein Modell entwickelt, das Ortsbezogenheit, kollektives Wissen und transdisziplinären Austausch in den Vordergrund stellt.
Oshun hat international Ausstellungen und Kulturprojekte kuratiert und begleitet, darunter kuratorische Arbeiten in Deutschland und Frankreich, und wurde mit Preisen sowie forschungsbasierten Auszeichnungen für seinen kuratorischen Ansatz gewürdigt. Seine Praxis ist geprägt von einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den sozialen, politischen und räumlichen Bedingungen künstlerischer Produktion.
Er hält einen BA in Visual Arts sowie einen MA in Art History der University of Lagos und promoviert derzeit an der École Nationale Supérieure d’Arts de Paris-Cergy. Neben seiner eigenen Praxis engagiert er sich in Lehre, Mentoring und öffentlichem Diskurs im Bereich der zeitgenössischen Kunst.
In seiner Arbeit entwickelt Oshun kontinuierlich Plattformen, die Experiment, Zusammenarbeit und kritische Reflexion fördern und zu aktuellen Debatten über zeitgenössische Kunst aus Afrika beitragen.
Der kuratorische Beirat der Africa Basel wird jährlich neu formiert.
Der Africa Basel Beirat
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Sandra Mbanefo-Obiago arbeitet an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Kreativwirtschaft und gesellschaftlicher Transformation. Als Kuratorin, Autorin und Kulturproduzentin bringt sie über drei Jahrzehnte internationaler Erfahrung in ihre Praxis ein. Sie ist Gründerin und künstlerische Direktorin von SMO Contemporary Art, einer Plattform für kuratierte Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern afrikanischer Herkunft sowie für die Begleitung öffentlicher, privater und unternehmerischer Kunstsammlungen.
2023 erschien bei 5 Continents Editions in Mailand ihr Buch A King’s Passion: A 21st Century Patron of African Art. Die Publikation versammelt 120 künstlerische Positionen und 310 Werke aus der Sammlung von HRM Igwe Nnaemeka Achebe und eröffnet einen vielschichtigen Blick auf zeitgenössische afrikanische Sammelpraktiken aus afrikanischer Perspektive.
Zuvor gründete Mbanefo-Obiago 1998 in Lagos das Social Enterprise Communicating for Change (CFC), das Medien als Werkzeug für gesellschaftlichen Wandel einsetzte. Die vielfach ausgezeichneten Filme, Radioprogramme und Kampagnen von CFC verbanden Kreativität mit Fragen nachhaltiger Entwicklung. In diesem Zusammenhang war sie auch Associate Producer des Spielfilms Half of a Yellow Sun nach dem Roman von Chimamanda Ngozi Adichie.
Ihre berufliche Laufbahn begann sie 1988 beim European Business Channel in Zürich, bevor sie bei WWF International in Gland acht Jahre lang Kommunikations- und Fotojournalismusprojekte in Subsahara-Afrika verantwortete.
Sandra Mbanefo-Obiago ist Fellow der African Leadership Initiative for West Africa (ALIWA) des Aspen Institute. Ihre Arbeit wurde von zahlreichen internationalen Institutionen unterstützt. Sie ist Vorstandsmitglied der Textile and Design Alliance (TADA), des Life In My City Arts Festival (LIMCAF) sowie des Chimedie Museum.
Sie hält einen Bachelor of Education der University of Manitoba und einen Master of Arts in Telecommunications der Michigan State University.
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Rachel M’Bon ist Autorin, Filmemacherin und Kulturproduzentin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen dokumentarischer Praxis, poetischer Erzählung und politischer Intervention und setzt sich mit Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit auseinander. Aktuell arbeitet sie an einem Spielfilmprojekt.
Internationale Aufmerksamkeit erhielt sie mit dem Dokumentarfilm Je suis noires (2022), den sie gemeinsam mit der Filmemacherin Juliana Fanjul realisierte. Der Film feierte seine Weltpremiere am FIFDH in Genf, wurde 2023 mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet und entwickelte sich zu einem wichtigen Referenzpunkt für aktuelle Debatten über Repräsentation und gesellschaftliche Teilhabe in der Schweiz.
In der Folge wurde Rachel M’Bon vermehrt als Referentin und Gesprächspartnerin eingeladen, unter anderem an Bildungsinstitutionen, bei NGOs sowie in öffentlichen und privaten Organisationen. Anfang 2023 gründete sie zwei Strukturen, um ihre Arbeit nachhaltig zu verankern: nwar (now we are rising), eine Plattform für audiovisuelle Produktionen, sowie das Kulturzentrum Afropea, das Räume für vielfältige kulturelle Narrative schafft.
Bereits 2018 hatte sie mit dem Instagram-Account NOIRES einen digitalen Sichtbarkeitsraum für Schwarze Frauen in der Schweiz initiiert, der den Ausgangspunkt für ihre heutige künstlerische und gesellschaftliche Praxis bildet. 2023 arbeitete sie zudem mit dem italienischsprachigen Schweizer Fernsehen RSI zusammen und realisierte tägliche Kurzfilme während des Filmfestivals von Locarno. Im selben Jahr wurde sie von der Zeitung Le Temps zu einer der hundert Persönlichkeiten des Jahres gewählt.
Rachel M’Bon wurde 1974 in Billens (Schweiz) geboren. Nach einer Ausbildung im Marketing absolvierte sie 2009 ein journalistisches Volontariat und war während fünfzehn Jahren in der französischsprachigen Schweizer Printpresse tätig.
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Michèle Sandoz arbeitet als Kulturstrategin, Beraterin und Führungspersönlichkeit an der Schnittstelle von Kunstmarkt, Institutionen und Philanthropie. Sie ist Managing Director von Grisebach Schweiz, wo sie die strategische Entwicklung und institutionelle Positionierung des Hauses verantwortet.
Zuvor war sie fast zehn Jahre bei Art Basel tätig, zuletzt als Global Head of VIP Relations. In dieser Rolle prägte sie die internationale Sammler- und Mäzenatenstrategie der Messe, entwickelte neue Formen des Austauschs und baute langfristige Beziehungen zu zentralen Akteurinnen und Akteuren des globalen Kunstsystems auf.
Ihre Laufbahn begann im Auktionswesen: als stellvertretende Direktorin bei Christie’s Zürich mit Fokus auf den asiatischen Markt sowie als Leiterin der Abteilung Asiatische Kunst bei Koller Auktionen. In dieser Zeit war sie auch massgeblich am Aufbau der Daros Latinamerica Collection beteiligt, einer der bedeutendsten privaten Sammlungen zeitgenössischer lateinamerikanischer Kunst.
Neben ihrer operativen Tätigkeit engagiert sich Michèle Sandoz in internationalen Beiräten und Leitungsgremien, darunter die Lagos Biennial, die Kunstmesse Paris Internationale sowie der Executive Master in Art Market Studies (EMAMS) der Universität Zürich. Sie ist Vizepräsidentin der Koyo Kouoh Foundation, Gründungsmitglied des Global Council des Zeitz Museum of Contemporary Art Africa sowie Co-Vorsitzende der Friends of Swiss Institute in New York. Zudem ist sie Gründungsmitglied von inclusion360, einer Zürcher Initiative zur Förderung sozialer Inklusion.
Darüber hinaus initiierte und leitete sie die Kunstplattform des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), die zeitgenössische Kunst mit humanitären Fragestellungen verbindet. Mit ihrer Beratungspraxis art matters begleitet sie internationale Institutionen, Sammlerinnen und Sammler sowie Kulturorganisationen in strategischen Prozessen.
Geboren in Harare, Simbabwe, lebte Michèle Sandoz in Niamey, Peking und Taipeh und ist heute in Zürich ansässig. Sie studierte chinesische und japanische Kunstgeschichte sowie chinesische Sprache und Kultur an der Universität Zürich und an der Beijing Language and Cultural University.
DAS TEAM
Die Africa Basel wurde von Sven Eisenhut-Hug, einem erfolgreichen Kunstmesseunternehmer, und Benjamin Füglister, einem kreativen Visionär, ins Leben gerufen. Beide sind fest in der Basler Kunstszene verankert. Eisenhut-Hug bringt umfangreiche Erfahrungen aus dem internationalen Gastgewerbe mit, während Füglister als erfahrener Kurator bereits über 60 Ausstellungen weltweit organisiert hat, mit besonderem Fokus auf afrikanische Kunst.
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Benjamin Füglister, gebürtiger Schweizer, zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit als Kreativer und Kulturunternehmer aus. Er studierte Interaktionsdesign an der Kunsthochschule Basel und absolvierte einen Master in Kulturmanagement in Utrecht. Berlin war von 2004 bis 2023 sein kreativer und beruflicher Mittelpunkt. Als Künstler und Designer fokussiert sich Füglister auf die kritische Betrachtung gesellschaftlicher Standards und deren visuelle Interpretation, wobei Fotografie sein Hauptmedium ist.
Beruflich engagiert er sich im interkulturellen Dialog und im transdisziplinären Design. Seit 2006 gehört er zum Redaktionsteam des European Photography Magazins, und 2012 gründete er den internationalen CAP Prize für afrikanische Fotografie, mit dem er weltweit rund 60 Ausstellungen organisierte. Er war bis 2021 Co-Direktor des IAF Basel Festivals für zeitgenössische Kunst und ist Nominator für den renommierten Prix Pictet. Als Mitglied des kuratorischen Gremiums der Photo Basel Messe und als Juror bei Fotopreisen zeigt er seine Branchenexpertise. Füglister ist Mitglied bei Spectrum Fotografie Schweiz, der Dach- und Netzwerkorganisation für schweizerische Fotografieinitiativen.
Füglister ist ein Macher, der kulturelle Veranstaltungen flexibel und erfolgreich zu einem Erlebnis für alle Beteiligten eines Events macht.
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Sven Eisenhut-Hug ist ein in Basel ansässiger Unternehmer und Gründungsdirektor der photo basel, der ersten und einzigen internationalen Kunstmesse der Schweiz, die sich der Fotografie widmet.
Die Messe findet jährlich im Juni während der Art Basel Woche statt und bietet rund 40 internationalen Galerien eine Plattform. Die Messe expandierte nach Berlin und Miami, wo sie in Partnerschaft mit der Positions Messe und der Scope Miami stattfand.
Eisenhut-Hug ist ständiges Jurymitglied der Unternehmerklasse seiner Alma Mater, der École hôtelière de Lausanne. Er ist Teil verschiedener Jurys von Festivals und Messen, die von Lenzburg bis Kiew reichen.
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Joena Dillier ist eine Innenarchitektin und Szenografin, die an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel studierte. 2024 produzierte sie massgeblich die photo basel Messe und 2025 ist sie für dir Africa Basel als Produzentin im szenografischen Bereich tätig.
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Ellen ist Expertin für Kunstsammlungen und Ausstellungsmanagement mit Fokus auf zeitgenössische Kunst aus dem Globalen Süden und der Diaspora. Sie bringt eine transkulturelle und interdisziplinäre Perspektive in den kuratorischen Dialog von Africa Basel.
