Africa Basel x STIMMEN-Festival: Musik als gemeinsamer Resonanzraum
Mit der Partnerschaft zwischen Africa Basel und dem STIMMEN-Festival erweitert Africa Basel seinen kulturellen Horizont über die visuelle Kunst hinaus und öffnet den Dialog für eine weitere künstlerische Sprache: Musik. Die Zusammenarbeit knüpft an eine gemeinsame Haltung an — Kultur als Raum der Begegnung, in dem unterschiedliche Ausdrucksformen einander ergänzen und neue Perspektiven entstehen lassen.
Seit 1994 widmet sich das STIMMEN-Festival der Kraft der menschlichen Stimme und hat sich als international ausgerichtetes Musikfestival im Dreiländereck zwischen Schweiz, Deutschland und Frankreich etabliert. Mit einem Programm aus aktueller Musik, Pop, Jazz, Klassik und genreübergreifenden Projekten bringt es Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Herkunft zusammen und schafft einen kulturellen Austausch, der über geografische Grenzen hinaus wirkt. Über die Jahre prägten auch zahlreiche afrikanische Stimmen das Festival, darunter Youssou N’Dour, Angélique Kidjo, Vieux Farka Touré, Sahra Halgan und Sona Jobarteh sowie Projekte wie Acoustic Africa.
Diese internationale Offenheit verbindet das Festival auf natürliche Weise mit der Vision von Africa Basel. Während die Messe zeitgenössische afrikanische Kunst sichtbar macht, erweitert Musik die kulturelle Perspektive um eine unmittelbare, emotionale Dimension. Klang, Rhythmus und Stimme eröffnen neue Zugänge zu Themen wie Identität, Bewegung und kultureller Vernetzung — Themen, die auch die künstlerischen Positionen von Africa Basel prägen.
Die Partnerschaft steht damit exemplarisch für eine zeitgemässe, international vernetzte Kulturlandschaft, in der unterschiedliche Disziplinen in einen gemeinsamen Dialog treten. Sie unterstreicht den Anspruch beider Plattformen, Kultur als offene, lebendige Begegnung zu verstehen — als Erfahrung, die den Blick weitet.
Mit der ivorischen Sängerin Dobet Gnahoré eröffnet das STIMMEN-Festival am Donnerstag, 18. Juni 2026, im Burghof Lörrach seine neue Ausgabe. Am darauffolgenden Abend, Freitag, 19. Juni 2026, ist der Thanda Choir aus Südafrika zu erleben. Beide Konzerte entstehen in Kooperation mit der Kunstmesse Africa Basel und verbinden Musik mit einem erweiterten kulturellen Dialog.
Dobet Gnahoré: Stimme als Explosion
Den Auftakt gestaltet Dobet Gnahoré – eine der prägendsten Stimmen der afrikanischen Musikszene. Mit ihrem aktuellen, siebten Studioalbum Zouzou vereint die Sängerin aus Côte d’Ivoire musikalische Energie mit persönlichem und gesellschaftlichem Engagement. Das Album, dessen Titel „Engel“ bedeutet, ist der Jugend und somit der Zukunft des Kontinents gewidmet.
Musikalisch verbindet die Künstlerin pulsierende westafrikanische Rhythmen mit zeitgenössischem Afro-Pop und urbanen Klängen. Ihre Auftritte sind ein intensives Gesamterlebnis: Gnahoré singt mit kraftvoller Präsenz, tanzt mit elektrisierender Leichtigkeit und verschmilzt Gesang, Percussion und Bewegung zu einer mitreissenden Einheit. Für ihre Zusammenarbeit mit India.Arie wurde sie mit einem Grammy ausgezeichnet. Ihre Musik steht für Selbstbewusstsein und ist zukunftsorientiert.
Thanda Choir: Stimmen, die Räume öffnen
Am Freitagabend übernimmt der Thanda Choir die Bühne im Burghof. Der Chor aus Südafrika wurde 2023 gegründet. Die Sängerinnen und Sänger sind Jugendliche aus dem Township Khayelitsha bei Kapstadt. Für die jungen Musikerinnen und Musiker ist Singen weit mehr als ein künstlerischer Ausdruck: Sie eröffnet Räume, schafft Gemeinschaft und stärkt Perspektiven.
Der warme, soulige Chorklang des Ensembles trägt diese Energie unmittelbar ins Publikum. Die Begeisterung für das gemeinsame Musizieren ist in jedem Ton spürbar und macht ihre Konzerte zu bewegenden Begegnungen.
Beide Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Kunstmesse Africa Basel statt und schlagen eine Brücke zwischen Musik und zeitgenössischer afrikanischer Kunst. Konzertbesucherinnen und -besucher profitieren dabei von einem besonderen Mehrwert: Das Ticket berechtigt zum einmaligen Eintritt zur Kunstmesse Africa Basel, die vom 17. bis 21. Juni 2026 stattfindet.